Geschichte

Geschichte der Stadt  Volary (Wallern) geht bis zum 16.  Jahrhundert zurück. Damals haben sich hier die Viehzüchter aus Steiermarkt und Tirol eingesiedelt, die die intensieven Viehzuchtmetoden nach dem Vorbild aus den Alpen eingeführt haben. Ihre Bräuche, Bekleidung und Architektur waren ganz anders als die von anderen Bewohnern des Böhmerwaldes.  Diese Bauer haben in Wallern und der nahen Umgebung Holzbauernhäuser gebaut, in denen sie das ganze Bauernhof –  Zimmer, Schuppen, Scheunen und den Hinterhof – in eine einzige Einheit unter einen Dach gebracht haben. Volary hatten somit Jahrzehnte lang eine einzigartige Architektur in Böhmen, die durch die Holzhäuser oder Halbholzhäuser typisch war. Wir können uns es als einen weiten und umfangreichen Bau vorstellen, wo das Erdgeschoss ganz oder teilweise aus Steinen gebaut wurde. Der Bau hat noch ein Dachzimmer, an der Vorderseite mindestends drei Fensterachsen, eine Veranda oft mit geschnitzten Geländern, die für Heu verwendet wurden. Der erste Stock wurde aus Holz gebaut und mit einem sehr großen aber niedrigen Satteldach überdacht.

Mit dem Holz hat jedoch auch die Häufigkeit von Bränden zusammengehängt, bei denen z. B. im Jahre 1863 59 Häuser, eine Schule und eine Kirche abgebrannt sind. Bis jetzt haben nur wenige von diesen einzigartigen Gebäuden überlebt und Volary ist der einzige Ort, wo wir diese Architektur sehen können. In einem dieser  wunderschönen historischen Häusern befindet sich unsere Pension.
Vor genau 70 Jahren, am 8. Mai 1946 wurden unter den Benes-Dekreten die einheimischen Bewohner vertrieben. Mit ihnen sind auch die einzigartigen Bräuche und Kultur der alten Wallern gegangen. Unter den Vertriebenen war Frau Pauline Haselsteiner, geborene Sauheitl, der das Haus Nr 41, wo sich jetzt unsere Pension befindet, gehörte. Nach der Vertreibung lebte Frau Haselsteiner im deutschen Lampersdorf. In diesem Haus haben vor der Vertreibung noch die Ehegatten Helmut und Hermine Nagelmüller gelebt, die dann nach Stuttgart gegangen sind.

In das leere Grenzgebiet sind neue Bewohner gekommen, welche leider zu diesen alten Häusern keine Beziehung hatten. Viele von diesen einzigartigen Holzhäusern, dieser mehr als 400 Jahre alten Kulturerbe, wurden abgerissen.

Das Haus Nummer 41 hatte mehrere Inhaber bis es im Jahre 2003 im half verfallenen Zustand aus der Initiative von Herrn Miloslav Zámečník Herr Rudolf Bayer gekauft hat und sie haben zusammen dieses einzigartige Kulturdenkmal gerettet. Aus seiner Initiative ist hier im Jahre 2006 diese wunderschöne Pension entstanden